TVöD Pflege Rechner (VKA): P-Tabelle, Schichtzulagen & Netto

Berechnen Sie Ihr Gehalt im Krankenhaus und Pflegeheim

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Monatliches Einkommen
Zulagen
TVöD §8
BT-K $ 50 / BT-B § 49a
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+47,11
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Nettoeinkommen im Monat und im Jahr

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Einstellungen für Lohnsteuer, Steuerklasse und Freibeträge

Stilistischen Darstellung von der Berechnung der Lohnsteuer

Steuern

Jahre

Erklärungen für die einzelnen Parameter findest Du in unserem Glossar.

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Vorsorge

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Stilistische Visualisierung der Steuerlast und der Sozialabgaben

Steuern und Abgaben

Beträge für Steuern und Sozialversicherungen
Monat (€)Jahr (€)
Grundentgelt0
Leistungszulage (15 %)00
Zulagen/ Sonderzahlungen00
Tarifl. Sonderzahlungen00
Bruttoeinkommen00
Steuerpflichtiges Bruttoeinkommen770,509.246,00
Lohnsteuer00
Kirchensteuer00
Solidaritätszuschlag00
Summe Steuern00
Sozialversicherungspflichtiges Bruttoeinkommen00
Krankenversicherung (gesetzlich)00
Pflegeversicherung00
Rentenversicherung00
Arbeitslosenversicherung00
Zusatzversorgung (1,58 %)00
Summe Sozialabgaben00
Netto00
Pflegekräfte an kommunalen Krankenhäusern und Heimen

Ihr Gehalt im Pflegedienst (TVöD-P) exakt berechnet

Die Gehaltsabrechnung in der Pflege ist durch die P-Tabelle und diverse Zulagen oft komplizierter als in der Verwaltung. Unser TVöD-Pflegerechner ist speziell auf die Bedürfnisse von Pflegekräften in kommunalen Krankenhäusern und Heimen zugeschnitten. Berechnen Sie präzise, wie sich Schichtzulagen, Wechselschicht, die Pflegezulage und Zeitzuschläge auf Ihr Netto-Einkommen auswirken. Egal ob Intensivstation oder Normalstation – erhalten Sie sofort Klarheit über Ihre Bezüge.

Aufteilung Brutto, Netto und Abgaben

Gehälter in der Pflege (Beispiele TVöD-P)

Die Eingruppierung erfolgt in die P-Tabelle. Hier typische Positionen:

Pflegefachkraft
Entgeltgruppe P 7 / P 8

Examinierte Pflegekräfte auf Normalstation. Einstieg in P 7, bei komplexeren Aufgaben P 8.
Plus: Schichtzulagen und Pflegezulage.

Intensiv / OP
Entgeltgruppe P 9

Fachkräfte mit entsprechender Weiterbildung oder langjähriger Erfahrung in Funktionsbereichen.
Bonus: Höhere Intensivzulagen möglich.

Stationsleitung
Entgeltgruppe P 12 - P 13

Leitung einer Station oder Einheit. Hohe Verantwortung spiegelt sich in der Eingruppierung wider.

Häufige Fragen (FAQ Pflege)

Die pauschalen Schicht- und Wechselschichtzulagen sind steuerpflichtig. Hingegen sind die Zeitzuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit bis zu bestimmten Grenzen steuerfrei (aber sv-pflichtig beim Grundgehalt). Unser Rechner berücksichtigt diese Steuerfreibeträge automatisch.
Die Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld) wird im TVöD-P (VKA) mit dem November-Entgelt ausgezahlt. Die Höhe beträgt im Tarifgebiet West ca. 84,5 % (Entgeltgruppen P 5 bis P 8) bzw. ca. 70,3 % (P 9 bis P 16) des Durchschnittsgehalts der Monate Juli bis September.
Die P-Tabelle ist die aktuelle Entgelttabelle für Pflegekräfte im gesamten TVöD (VKA und Bund). Sie hat die alte "KR-Tabelle" (Krankenpflege) im kommunalen Bereich abgelöst. Die KR-Anwendung findet sich heute primär noch im TV-L (Länder), also beispielsweise an Universitätskliniken (außer Hessen).
Arbeiten Sie an einer Universitätsklinik (z.B. UKSH, Uniklinik Köln)? Dann gilt meist der TV-L (KR-Anwendung). Nutzen Sie dafür bitte unseren TV-L Pflege Rechner (Unikliniken).

Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst – Pflege (TVöD-P)

Der TVöD-P ist ein spezieller Tarifvertrag für Beschäftigte in Pflegeberufen und im Gesundheitsdienst, der die besonderen Herausforderungen und Anforderungen in diesen Tätigkeitsfeldern berücksichtigt. Dieser Vertrag wurde geschaffen, um die Arbeitsbedingungen und Vergütungssysteme in der Pflege speziell zu regeln und zu verbessern.

Anwendungsbereich

Der TVöD-P gilt für Beschäftigte in:

  • Öffentlichen Krankenhäusern und Universitätskliniken.
  • Alten- und Pflegeheimen sowie Einrichtungen der Seniorenbetreuung.
  • Ambulanten Pflege- und Gesundheitsdiensten in kommunaler oder öffentlicher Trägerschaft.

Er ist sowohl für Pflegehilfskräfte als auch für qualifizierte Pflegefachkräfte und leitende Angestellte in der Pflege anwendbar. Nicht erfasst sind Beamte oder Angestellte privater Pflegeeinrichtungen, die nicht unter die TVöD-Regelungen fallen.

Vergütungssystem

Die Vergütung im TVöD-P basiert auf der P-Tabelle, die speziell für die Pflegeberufe entwickelt wurde. Diese Tabelle unterscheidet sich von der allgemeinen Entgeltordnung des TVöD durch die Anpassung an pflegespezifische Tätigkeiten und Qualifikationen. Sie umfasst die Entgeltgruppen P 5 bis P 16, die sich wie folgt aufteilen:

  • P 5 bis P 8: Pflegehilfskräfte und einfachere Pflegetätigkeiten, oft ohne formale Berufsausbildung.
  • P 9 bis P 12: Pflegefachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung, z. B. Gesundheits- und Krankenpfleger, Altenpfleger.
  • P 13 bis P 16: Leitungs- und Spezialfunktionen, z. B. Intensivpflege, OP-Pflege, Stations- oder Pflegedienstleitung.
Stufensystem

Innerhalb der Entgeltgruppen gibt es sechs Stufen, die die Berufserfahrung und Betriebszugehörigkeit abbilden. Die Stufenaufstiege in der P-Tabelle erfolgen in der Regel schneller als in der Verwaltung: Stufe 2 (nach 1 Jahr), Stufe 3 (nach 2 Jahren), Stufe 4 (nach 3 Jahren), Stufe 5 (nach 4 Jahren) und Stufe 6 (nach 5 Jahren).

    Beispielhafte Gehälter:

    • P 8/Stufe 1: ca. 3.200 Euro brutto (Pflegehilfskraft).
    • P 11/Stufe 3: ca. 4.300 Euro brutto (erfahrene Pflegefachkraft).
    • P 16/Stufe 6: über 6.000 Euro brutto (Pflegedienstleitung oder spezialisierte Fachkraft).
    Zusatzleistungen und Sonderregelungen

    Beschäftigte im TVöD-P profitieren von umfangreichen Zusatzleistungen, die auf die besonderen Belastungen und Anforderungen in der Pflege zugeschnitten sind:

    1. Schicht- und Erschwerniszuschläge:

      • Nachtarbeit: 20 % des Stundenentgelts.
      • Sonntagsarbeit: 25 % des Stundenentgelts.
      • Feiertagsarbeit: 135 % des Stundenentgelts.
      • Bereitschaftsdienste: Zusätzliche Vergütung je nach Einsatz.
    2. Jahressonderzahlung:

      • In der Regel 60–90 % des monatlichen Bruttogehalts, abhängig von der Entgeltgruppe.
    3. Betriebliche Altersversorgung:

      • Über die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) wird eine Zusatzrente aufgebaut.
    4. Fort- und Weiterbildungsförderung:

      • Arbeitgeber bieten häufig finanzielle Unterstützung oder Freistellungen für Qualifizierungsmaßnahmen, z. B. Fachweiterbildungen in Intensiv- oder Palliativpflege.
    5. Inflationsausgleichszahlungen und Prämien:

      • Bei besonderen tariflichen Verhandlungen können Einmalzahlungen, wie zuletzt während der COVID-19-Pandemie, vereinbart werden.
    Arbeitszeit und Urlaub

    Die Arbeitszeit im TVöD-P beträgt:

    • 39 Stunden pro Woche in Westdeutschland.
    • 40 Stunden pro Woche in Ostdeutschland.

    Für Pflegekräfte, die im Schichtdienst tätig sind, gibt es spezifische Regelungen:

    • Arbeitszeitkonten: Zur Flexibilisierung der Arbeitszeit und zum Ausgleich von Mehrarbeit.
    • Sonderregelungen: Für Rufbereitschaft und Bereitschaftsdienste.

    Der Urlaubsanspruch beträgt mindestens:

    • 30 Tage pro Jahr bei einer 5-Tage-Woche.
    • Zusätzliche Urlaubstage für Nachtarbeit, Schichtarbeit oder bei Schwerbehinderung.
    Besonderheiten und Spezielle Regelungen
    1. Anreize für Fachkräftemangel:
      • In Regionen mit akutem Fachkräftemangel werden zusätzliche Zulagen und Boni angeboten.
    2. Flexibilisierung der Arbeitszeiten:
      • Arbeitgeber fördern Teilzeitmodelle und familienfreundliche Arbeitszeiten.
    3. Sonderregelungen für Rufbereitschaft:
      • Vergütung oder Freizeitausgleich für Rufbereitschaftszeiten, abhängig von der Einsatzhäufigkeit.
    Tarifverhandlungen und Anpassungen

    Die Tarifverhandlungen für den TVöD-P werden zwischen den kommunalen Arbeitgeberverbänden und den Gewerkschaften, wie ver.di und dbb beamtenbund und tarifunion, geführt. Wichtige Themen sind:

    • Regelmäßige Anpassungen der Entgelttabellen an die Inflation und Marktbedingungen.
    • Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, insbesondere in Hinblick auf die hohe Arbeitsbelastung in der Pflege.
    • Einführung zusätzlicher Vergütungsmodelle, um den Pflegeberuf attraktiver zu machen.

    Der TVöD-P stellt damit sicher, dass die besonderen Anforderungen der Pflegeberufe in der Vergütung und den Arbeitsbedingungen adäquat berücksichtigt werden. Dies macht ihn zu einem zentralen Instrument für die Wertschätzung und Bindung von Pflegekräften im öffentlichen Dienst.